Wiedereröffnung unseres Heimatmuseums

Samstag, 04.06.2022 von 10:00-13:00 Uhr, Pfaffenwiese 2

weitere Öffnungszeiten:

Sonntag, 03.07.22, 10:00-12:00 Uhr

Sonntag, 07.08.22, 10:00-12:00 Uhr

Sonntag, 04.09.22, 10:00-12:00 Uhr

Schließung des Museums

Sonntag, 02.10.22, 10:00-12:00 Uhr

Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands

Mittwoch, 13. Juli 2022, 18:30 Uhr

Stadthalle Zeilsheim Clubraum 5

Der Vorstand bittet die teilnehmenden Mitglieder,

eine medizinische oder FFP-Maske zu benutzen sowie die

aktuellen Corona-Regeln zu beachten.

Sommerfest

Samstag, 06. August 2022 (Uhrzeit noch offen)

im Garten der Familie Rohweder/Jagomast, Coburger Weg 5

mit Jubilarfeier

In Planung -
je nach Corona-Situation:

 

Oktober 2022

Ausflug in den Hessenpark

Dezember 2022

Adventsfeier mit Kaffee und Kuchen

22. Grenz- und Gemarkungsbegehung

Es ist schon eine gute Tradition, wenn der Zeilsheimer Heimat- und Geschichtsverein jährlich am 1. Mai seine Grenzbegehung

veranstaltet. Vor 22 Jahren wurde diese alte Tradition vom ZHGV wieder aufgenommen und findet jedes Jahr großen Anklang

bei der Bevölkerung. 70 Vereinsmitglieder und Gäste marschierten durch die Zeilsheimer Gemarkung, diesmal entlang

der Grenzen zu Oberliederbach, Niederhofheim, Münster, Hofheim und Kriftel, die gleichzeitig auch die Grenzen der Stadt

Frankfurt zum Main-Taunus-Kreis sind. Zunächst gab der 1. Vorsitzende des ZHGV, Bernd Christ, beim Treffpunkt am

Friedenskreuz am Münsterer Weg eine Einführung über Sinn und Zweck der Grenzbegehungen, die über viele Jahrhunderte

durchgeführt wurden. In der „Churmainzer Landordnung“ aus dem Jahre 1755 wurden die Schultheißen verpflichtet, mit der

männlichen Jugend ab dem 12. Lebensjahr die Grenze „ohnetgeldlich“ zu umgehen. Die letzte amtlich dokumentierte Begehung

in Zeilsheim wurde im Jahre 1900 durchgeführt. Auch über die Größe und Ausdehnung der Gemarkung wurde berichtet.

Bei angenehmem Wanderwetter ging der Weg mit Blick auf den Taunus und die Skyline von Frankfurt, vorbei an blühenden

Rapsfeldern, an einer neu angelegten Johannisbeer-Plantage und an den Ausgleichspflanzungen der Fraport für die Abholzungen

für die Flughafen-Landebahn. Durch diese neuen Bäume bekommt nun Zeilsheimer wieder einen eigenen kleinen Wald,

denn das „Zeilsheimer Wäldchen“ liegt ja bekanntlich auf Oberliederbacher Gemarkung und der frühere Gemeindewald bei

Eppenhain wurde bereits 1810 verkauft. Im Verlauf der Wanderung zeigte Bernd Christ einige der wenigen noch erhaltenen

alten Grenzsteine in der Gemarkung und erklärte die Flurnamen, die oft Beziehungen zur Beschaffenheit oder früheren Nutzung

der Felder hatten, wie z. B. „Schildkaut“, einer Stelle, wo in alten Zeiten das verendete Vieh verscharrt wurde, oder „Hartig“,

ein Flurstück mit sehr steiniger „harten“ Erde. Der Flurname „Weingärten“ erinnert noch heute daran, dass einst in Zeilsheim

auch Weinbau betrieben wurde.

Auch Hinweise auf Topografie, Bachläufe, Flora und Fauna fehlten nicht. Das Erreichen des höchsten Punktes der Gemarkung

mit 137 m über dem Meeresspiegel bedeutete für die Grenzgänger keine sportliche Herausforderung. Schwieriger war da schon

die Überquerung des Lachgrabens, bei der Hilfestellung erforderlich war. Die Wasserqualität konnte in diesem Jahr nicht geprüft

werden, da Welschgraben und Lachgraben bereits ausgetrocknet waren. Am Ende der Grenzbegehung waren die Teilnehmer zu

Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr, wo sich schon einige Heimatfreunde, die nicht mitlaufen konnten, eingefunden hatten.

Bei ausgezeichneter Bewirtung mit Grillwürstchen und Getränken fand der Nachmittag einen harmonischen Abschluß.

geschrieben von G. Schade am 03. Mai .2011
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