Wiedereröffnung unseres Heimatmuseums

Samstag, 04.06.2022 von 10:00-13:00 Uhr, Pfaffenwiese 2

weitere Öffnungszeiten:

Sonntag, 03.07.22, 10:00-12:00 Uhr

Sonntag, 07.08.22, 10:00-12:00 Uhr

Sonntag, 04.09.22, 10:00-12:00 Uhr

Schließung des Museums

Sonntag, 02.10.22, 10:00-12:00 Uhr

Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands

Mittwoch, 13. Juli 2022, 18:30 Uhr

Stadthalle Zeilsheim Clubraum 5

Der Vorstand bittet die teilnehmenden Mitglieder,

eine medizinische oder FFP-Maske zu benutzen sowie die

aktuellen Corona-Regeln zu beachten.

Sommerfest

Samstag, 06. August 2022 (Uhrzeit noch offen)

im Garten der Familie Rohweder/Jagomast, Coburger Weg 5

mit Jubilarfeier

In Planung -
je nach Corona-Situation:

 

Oktober 2022

Ausflug in den Hessenpark

Dezember 2022

Adventsfeier mit Kaffee und Kuchen

Ausstellungen 2003

100 Jahre Volkschor THALIA

1903
trafen sich im Gasthaus "Nassauer Hof" in Zeilsheim 25 sangesfreudige Männer und gründeten den Gesangverein "THALIA".
1914
beging die "THALIA" das Fest der Fahnenweihe. Der I. Weltkrieg unterbrach die Aufwärtsentwicklung und riss große Lücken in die Reihen der Mitglieder.
1925
konnten nach der Inflation die regelmäßigen Übungsstunden wieder aufgenommen werden.
1928
wurde das 25jährige Bestehen der "THALIA" gefeiert.
1939
stellte der Liedertag der "Meenzerhofgesellschaft" Sindlingen das letzte Ereignis im Vereinsleben vor dem Beginn des 2. Weltkriegs dar.Nach dem Krieg war der Chor der "THALIA" sehr klein geworden. Die Beschlagnahme des Gasthauses "Nassauer Hof" führte außerdem zum Verlust des gesamten Notenmaterials. So kam es zum Zusammenschluss der Gesangvereine "THALIA" und "Volkschor" zum "Volkschor THALIA".
Zur Geschichte des Gesangvereins "Volkschor" diese Information:
1911
wurde der Gesangverein "Maiengruß" gegründet.
1922
schlossen sich der Gesangverein "Maiengruß" und die "Freie Turnerschaft" zur "Freien Turn-, Sport- und Sängervereinigung" zusammen.
1927
teilte sich die Vereinigung in "Freie Sportvereinigung" und "Volkschor". Im gleichen Jahr wurde ein Frauenchor gegründet. Der "Volkschor" entwickelte sich in der Folge zu einem gemischten Chor.
1933
wurde wegen der nationalsozialistischen Machtergreifung der "Volkschor" aufgelöst, um einer Beschlagnahme des Vereinsvermögens zu entgehen.
Die gemeinsame Entwicklung des "Volkschor THALIA" nach dem II. Weltkrieg:
1947
erhielt der Verein eine Lizenz der Besatzungsmacht und gestaltete von nun an seine Vereinsarbeit als Männerchor wieder ohne jede Einschränkung.
1951
wirkte der Chor in der "Stunde des Chorgesanges" des Hessischen Rundfunks mit.
1953
konnte das 50jährige Vereinsjubiläum unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Walter Kolb gefeiert werden.
1978
feierte der "Volkschor THALIA" das 75-jährige Jubiläum. Im Sommer des Festjahres gründeten 18 Frauen den Frauenchor.
1985
nahm der Männerchor am internationalen "Chorwettbewerb Franz Schubert" in Wien mit Erfolg teil. Im gleichen Jahr wurde ein Kinderchor gegründet, der 2001 seine Tätigkeit einstellen mußte.
1989
trat der Verein eine Konzertreise nach Ägypten an. Im Opernhaus von Kairo wurde ein großes Konzert gegeben.
1996
schlossen sich Männer- und Frauenchor zusammen
1999
wurde der Chor mit dem Chorpreis der Frankfurter Sparkasse ausgezeichnet.

100 Jahre Radfahrer-Club 03

So fing es an: (Auszug aus der Festschrift von 1928)

Es war im Sommer 1903, als etwa ein Dutzend Radfahrer aus Zeilsheim - es waren damals wohl nicht viel mehr Radfahrer in Zeilsheim gewesen sein - im "Goldenen Löwen" zusammenkamen, um sich zu einem Radfahrerclub zusammenzuschließen. Man hatte sich vorher schon oft auf Radtouren getroffen und zwar führten diese mit Vorliebe nach Weißkirchen (Gasthaus zur Linde). In der Hauptsache ist die Gründung des Radfahrerclubs den Brüdern Albert und Franz Wenglein zu danken, die 1902 nach Zeilsheim übergesiedelt waren und schon an ihrem früheren Wohnort Unterliederbach als eifrige Radfahrer - Albert Wenglein auch als Rennfahrer - sich gezeigt hatten. Der Gedanke der Vereinsgründung war besonders auch von den Herren Georg Schlegel, Bildhauer Adolf Roth, Heinrich Roth, Philipp Baum und Heinrich Christ aufgenommen worden. Das Protokollbuch nennt als Gründungstag den 1. Juli 1903...

 

Schon im Herbst 1903 nahm der junge Club das Reigenfahren auf. Die Mitglieder benutzten dazu ihre eigenen Tourenräder.

 

Das Frühjahr 1904 brachte den Clubmitgliedern eine größere Dauerfahrt, und zwar wählte man die Strecke Zeilsheim - Aschaffenburg. Im Laufe des Sommers schafften sich die Mitglieder einheitliche Mützen an. Auch legte man sich Vereinsabzeichen zu, um den Club nach außen würdig zu vertreten.

 

... Die Fahnen- bezw. Bannerweihe fand am 23., 24. und 25. Juni 1907 verbunden mit einem größeren Fest im Freien statt.

 

 ... Beim 6er Kunstfahren-Wettbewerb des Gaues Frankfurt am 8.3.1914 in Offenbach gelang es dem Zeilsheimer Club, die bis dahin siegreich gewesene Mannschaft der Höchster "Germania" aus dem Sattel zu heben. Es war das erste Auftreten der Kunstreigenmannschaft in den neuen Anzügen und auf den neuen Maschinen. Die Kunstreigen-Mannschaft zeigte damals folgende Zusammensetzung: Heinrich Christ 1., Heinrich Christ 2., Jakob Christ, Karl Merz, Jakob Schwarz und Karl Walter.

... Jetzt war der Zeilsheimer Verein auf der Höhe, leider setzte der Krieg dem Vereinsleben im August 1914 ein unerwartetes Ende. ....

 

... Der größte Erfolg nach dem Krieg 1914-1918 war die Teilnahme der Kunstreigenmannschaft an einem Saalsportfest in Köln im November 1920. Die Mannschaft brachte den Bürgerpreis von Köln im 6er-Kunstreigen mit nach Hause. Unvergesslich sind die Erinnerungen an Köln, besonders der erhebende Eindruck, als in der von den Engländern besetzten Stadt das Deutschland-Lied gespielt und begeistert mitgesungen wurde. Das Auftreten in Köln kann man wohl als den Höhepunkt im Clubleben nach dem Kriege bezeichnen. Es gab nur wenige Mannschaften im Reiche, die der Reigenmannschaft Zeilsheims ihrem damaligen Stande überlegen gewesen wären. Die Teilnehmer waren folgende:

 

Heinrich Christ 1., Heinrich Christ 2., Karl Merz, Philipp Rehberger, Hans Stock, Karl Walter."

 

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zeilsheim e. V.

(Aus der Homepage der FFW)

Durch den raschen Bevölkerungsanstieg zwischen 1900 (ca. 600 Bürger) und 1910 (ca. 2800) wurde eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Aber die von der Gemeinde zum Feuerschutz verpflichteten Jahrgängen taten ihren Dienst nur widerwillig.

 

Dies erkannte auch der von der Gemeindeverwaltung als Ortsbrandmeister berufene Jakob Roth, und er rief auf zu den Gründungsversammlungen am 21.04 und 28.04.1913 der Freiwilligen Feuerwehr Zeilsheim.

 

Spontan traten 23 Männer der Vereinigung bei und in der ersten Hauptversammlung am 21 Juni 1913 wurde auch gleich der erste Vorstand gewählt, der fortan die notwendigen Geschäfte führte. Erster Kommandant war Jakob Roth der bis zum Jahre 1947 mit Ausnahme der Kriegsjahre 1914 - 1918 die Geschicke der Feuerwehr in Zeilsheim leitete.

 

Dann aber kamen für die Wehr mit dem Beginn des ersten Weltkriegs schwere Zeiten auf. Die Kameraden wurden eingezogen und mit den wenigen, die zu Hause blieben, wurde zusammen mit anderen Bürgern wieder die Pflichtfeuerwehr aufgegriffen.

 

Erst 1919, sechs Jahre nach der Gründung, konnte der eigentliche Aufbau vorangetrieben werden. Die folgenden Jahre brachten der Wehr ein Höchstmaß an Schlagkraft. Diese war bei einem Großbrand am 9. März 1933, in Alt - Zeilsheim 36 auch erforderlich. In einer Schreinerwerkstatt brach um 01:50 Uhr (wahrscheinlich durch Kurzschluss) das Feuer aus. Es griff über auf das Nebengebäude. Die betroffenen Gebäudeteile brannten bis auf die Grundmauern nieder bzw. die übrig gebliebenen Mauern wurden eingerissen.

 

Die vergangenen Jahre hatten der Wehr nicht nur Arbeit, Einsätze und Belastungen gebracht, sondern auch frohe Feste und Stunden, zusammen mit ihren Familien, z.B. erinnerten sich ältere Kameraden noch gerne an die jährliche Metzelsuppen - und Schlachtplattenessen im Nassauer Hof. Auch hier wurde gelöscht - und wie! Der eigene Spielmannszug (der 1925 gegründet wurde) sorgte immer für einen schönen Rahmen.

 

1933 konnte ein Schlauchturm an einem Geräteschuppen angebaut werden. Das 2. Gerätehaus war komplett. Der Schlauchturm stand unverändert bis 1987 wo er, im Zuge des Neubaues (dem 4. Gerätehaus) abgerissen wurde.

 


.... 1963 beim 50-jährigen Jubiläum konnte diese Aufnahme gemacht werden.